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Die Palladiummünzen der Royal Canadian Mint (RCM)

Sonntag, den 11. November 2012

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Münzen Journal“ wird in einem 5-seitigen Artikel „Die Palladiummünzen der Royal Canadian Mint – Schauplatz für Münzsammler und Edelmetallinvestoren“ ausführlich über alle Palladium-Münzausgaben der Royal Canadian Mint berichtet. Neben der Geschichte der RCM im Bereich der Bullion-Ausgaben (Gold, Silber, Platin und Palladium), der numismatischen Parameter der Palladiumausgaben mit genauer Beschreibung, werden auch zu den jeweiligen Münzen die Auflagenzahlen detailliert publiziert.

Der Artikel steht Ihnen kostenlos unter folgendem Link zum Download (pdf-Dokument) zur Verfügung:

DOWNLOAD: Die Palladiummünzen der Royal Canadian Mint – Schauplatz für Münzsammler und Edelmetallinvestoren

Das Jahr 2011 – Wie wird es weitergehen?

Sonntag, den 10. April 2011

Zwischenzeitlich ist das neue Jahr 2011 bereits ¼ Jahr alt und der Palladium-Spot bot für alle Beteiligten zahlreiche Chancen aber auch Risiken.

Mit einem Kurs von knapp US-$ 790 pro Feinunze, startete Palladium kräftig in das aktuelle Jahr und erreichte Ende Februar Kurse von über US-$ 865 pro Unze. Danach brach der Kurs ein und notierte Mitte März diesen Jahres deutlich unter US-$ 700 pro Unze. Nach dieser kleinen Korrektur kam Palladium zu seiner alten Stärke zurück und notierte am vergangenen Freitag bei knapp US-$ 796 / 550 EUR pro Unze. Es bleibt somit spannend, wie sich Palladium in den nächsten Monaten weiterentwickeln wird.

Im Vergleich zu den Kursverläufen des Palladium-Spots, blieb es bei den „geprägten“ Neuausgaben in 2011 bis jetzt sehr ruhig.
Barren Palladium Fragezeichen

Wie bereits mehrfach berichtet („Amerikanischer Saint-Gaudens 20 Dollar Double Eagle bald auch in Palladium?“ und „Palladium – Das erfolgreiche Jahr 2010“), standen die Chancen für die Ausgabe einer amerikanischen Anlagemünzen aus Palladium, dem „Mercury Dime“, für dieses Jahr sehr gut. Zwischenzeitlich wurde aber bekanntgegeben, dass das Projekt vorerst „auf Eis“ gelegt wurde. Es ist zu vermuten, dass aufgrund des relativ hohen Pd-Spots von Seiten der Ausgabestelle nicht mit den prognostizierten Absatzmengen gerechnet wird und somit das Projekt zum jetzigen Zeitpunkt nicht realisiert wird. Es kann jedoch angenommen werden, dass eventuell in den nächsten Jahren die Idee wieder aufgegriffen und es somit zu einem späteren Zeitpunkt die erste amerikanische Anlagemünze in Palladium auf dem Markt geben wird.

Von Seiten der kanadischen RCM ist zurzeit keine Ausgabe eines Palladium „Maple Leaf“ geplant, was sich jedoch ändern könnte, sollte eine große Charge bei der Prägestätte angefragt werden, wie dies bereits bei der letzten Ausgabe der Fall war.

Im Bereich der Anlagemedaillen, aber auch Kunstmedaillen, sind nach aktuellen Informationen Neuausgaben für 2011 in Planung, jedoch sollen dazu die Produktionen noch nicht begonnen haben.

Auch im Bereich der klassischen physischen Anlageform, dem Barren, soll es nach aktuellem Stand international zwei Neuerscheinungen geben, wobei weitere Informationen noch nicht vorliegen.

Letztendlich bleibt abzuwarten, ob die einzelnen Planungen tatsächlich Früchte tragen werden, in Form der produzierten Produkte. Dabei ist es nicht ungewöhnlich, dass Projekte verschoben oder gar aufgegeben werden.

Palladium – Das erfolgreiche Jahr 2010

Sonntag, den 2. Januar 2011

Zum Jahreswechsel erfolgt traditionell ein Rückblick des vergangenen Jahres, sowie ein Ausblick für das neue Jahr 2011, welches sich nicht nur im Bereich der Münzprägungen positiv entwickeln könnte.

Auch im Jahr 2010 erzielte Palladium eine atemberaubende Kurssteigerung von ca. 100% und erreichte sein Jahreshoch zum 31.12.10 mit US$ 800. Die Steigerung im Jahr 2010 war im Vergleich zu 2009 um 20% geringer (vgl. Palladium – der heimliche Sieger des Jahres 2009), dennoch war Palladium auch im Jahr 2010 das Edelmetalle, mit dem höchsten Kursanstieg auf Dollar-Basis (Gold ca. +30%; Silber ca. +82%, Platin ca. + 20%). Dennoch gilt der Palladiumkurs als äußerst volatil.

Im Vergleich dazu sah die Anzahl der Palladium-Münzausgaben im Jahr 2010 sehr spärlich aus. Es wurden keine neuen Münzen vorgestellt bzw. verausgabt. Glücklicherweise gibt es für 2011 Lichtblicke.

Wie bereits im April 2008 berichtet (vgl. Amerikanischer Saint-Gaudens 20 Dollar Double Eagle bald auch in Palladium?), gab es Bemühungen um eine entsprechende Gesetzesänderung zur Ausgabe von amerikanischen Palladium Münzen. Nach langem Gesetzgebungsprozess, wurde im Dezember 2010 ein entsprechendes Gesetz vom Präsidenten unterzeichnet. Somit wurde die Grundlage zur Emission einer solchen Münze geschaffen. Bevor jedoch die Ausgabe erfolgt, soll eine 1/2-jährige Marktstudie durchgeführt werden. Das Nominal der Unze mit einem Feingehalt von 999,5 ist US$ 25. Zur Prägung soll ausschließlich Palladium aus amerikanischer Förderung verwendet werden, was dazu führt, dass das Palladium von Montana’s Stillwater Mining Company geliefert würde, welche Tochterunternehmen der russischen MMC Norilsk Nickel ist. Die Motive des „high relief“ lehnen sich an frühere Münz- bzw. Medaillenprägungen an, die von Adolph A. Weinman gestaltet wurden (Avers: 1907 American Institute of Architects Medaille; Revers: Mercury Dime / Geflügelte Liberty). Wie die Prägungen letztendlich aussehen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt, wobei bereits mehrere Entwürfe zur Münze bei den Behörden vorlägen. Die Ausgabe soll als Bullion zu Anlagezwecken und in Stempelglanz sowie Polierter Platte für Sammler erfolgen. In wieweit die Ausgabe bereits für 2011 realisierbar sein wird, bleibt abzuwarten.

Nach aktuellen Informationen von Seiten der Royal Canadian Mint, gäbe es zurzeit weder Planungen zur Emission des Maple Leaf in Palladium zu Anlagezwecken, als auch für Gedenkmünzen aus Palladium. Das eine Ausgabe des Palladium Maple Leaf jedoch kurzfristig dennoch erfolgen kann, hat uns die Ausgabe der Version 2009 gezeigt, welche auf Kundenwunsch produziert wurde. Sollten entsprechende Ordervolumen vorliegen, ist es wahrscheinlich, dass die Royal Canadian Mint die Produktion beginnt. Mit welchem Jahr diese Stücke versehen werden würden, bliebe in diesem Fall abzuwarten.
Da sich die Planungen für Gedenkmünzen über einen wesentlich größeren Zeitrahmen erstrecken, ist mit einer „überraschenden“ Ausgabe von Pd-Gedenkmünze in 2011 eigentlich nicht zurechnen.

Am 03. Januar 2011 erscheint mit der Ausgabe 01/2011 der numismatischen Fachzeitschrift „Münzen Journal“ ein Artikel mit dem Themengebiet „Palladium: Wohin geht die Seereise? – Schiffsmotive auf Palladiummünzen“, der einen guten Überblick über Palladiummünzen mit Schiffsmotiven gibt. Neben einem Bezug der Zeitschrift über den Zeitschriftenhandel, Münzmessen, Münzvereine oder Münzhändler, steht Ihnen unter folgendem Link ein kostenloser Download des Artikels als pdf-Dokument zur Verfügung:

DOWNLOAD: Schiffsmotive auf Palladiummünzen

Palladium – der heimliche Sieger des Jahres 2009

Donnerstag, den 31. Dezember 2009

Zum Ende des Jahres 2009 ergibt sich ein idealer Zeitpunkt um das Jahr Revue passieren zu lassen. Im Jahr 2009 wurde von Seiten der Medien auch intensiv über Edelmetalle berichtet, wobei meist nur das Edelmetall Gold im Vordergrund stand. Es wurde teilweise durch die Medien als absolutes „Allheilmittel“ propagiert. Ob dies tatsächlich der Fall war oder ob es bessere Alternativen gab, wird anhand der folgenden Zahlen aufgezeigt, wobei dabei nicht die Anzahl der Pressemeldungen zu den einzelnen Edelmetallen gemeint ist.

Der Medienliebling im Bereich der Edelmetalle war eindeutig Gold. Mathematisch betrachtet erzielte Gold im Jahr 2009 auf Dollar-Basis ein Plus von ca. 25%. Der kleine Bruder, das Silber, schaffte es im gleichen Zeitraum auf ca. 55%. Im Schatten dieser beiden Metalle konnten Platin und Palladium „Kräfte sammeln“ und legten im Vergleich weitaus deutlicher im Jahresverlauf zu. So schaffte es Platin auf ca. 60% Steigerung und der absolute Chartstürmer der vier betrachteten Metalle, das Palladium, stieg um sagenhafte 118%.

Palladium legte in den letzten Tagen dieses Jahres kräftig zu und überschritt die Marke von US-$ 400. Auch wenn Palladium in diesem Jahr mit einer herausragenden Performance aufwartete, sollte die Marktsituation dieses Metalls nicht außer acht gelassen werden. Der oligopolistische Markt, mit teils monopolistischen Ausprägungen auf der Angebotsseite, prägen das Edelmetall mit einer starken Volatilität.

Auch im Bereich des „geprägten“ Palladiums gab es im Jahr 2009 zahlreiche erfreuliche Meldungen. Im Bereich der Anlagemünzen emittierte die Royal Canadian Mint in der zweiten Jahreshälfte ihren weltweit bekannten „Maple Leaf“ auch wieder zu einer Unze in Palladium, nachdem im Jahr 2008 diese Ausgabe unterbrochen wurde. Schon zum Ende des Jahres 2008 wurden erste Stücke der 1 Unzen Anlagemünze „HMS Bounty 2009“ der Cookinseln international vorgestellt.

Im Bereich der Sammlermünzen gab es nur von der Insel Man mit dem 1 Crown Stück mit dem Thema „20. Jahre Berliner Mauerfall“ eine Ausgabe mit der Jahreszahl 2009. Ähnlich verhielt es sich auch im Bereich der Münzbarren. So wurde zu Beginn des Jahres auf der World Money Fair 2009 in Berlin die Eigenproduktion der Firma Geiger Edelmetalle zu einer Unze vorgestellt.

Für das neue Jahr wünsche ich allen Leserinnen und Leser alles Gute!

Palladium – Teil I. „Kunst und Wissenschaft“

Dienstag, den 23. Dezember 2008

Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das silbrig weiß glänzende Element Palladium durch Zufall entdeckt. Der englische Wissenschaftler William Hyde Wollaston (* 06. August 1766; † 22. Dezember 1828) entwickelte im Jahre 1803 ein Verfahren zur Verarbeitung von Platinerzen. Bei einem dazu gehörigen Experiment, mit südafrikanischen Platinerzen, entdeckte er neben Rhodium, welches ebenfalls zur Platingruppe gehört, auch das bis dahin unbekannte Metall Palladium.

Die Namensnennung erfolgte allerdings erst im darauf folgenden Jahr 1804, wobei als Pate der größte Asteroid „Pallas“ stand. Dieser wurde am 28. März 1802 durch den deutschen Mediziner, Astronom und Pastorenkind Heinrich Wilhelm Matthäus Olbers (* 11. Oktober 1758; † 02. März 1840) entdeckt. Zunächst wurden in der Wissenschaft die identifizierten Asteroiden als Planeten klassifiziert, bis allerdings in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Entdeckungen zahlreicher wurden und der Begriff Asteroiden eingeführt wurde.

Die Wurzeln des Namens „Pallas“ reichen bis in die Antike zurück. Zu den zwölf klassischen olympischen Göttern der griechischen Mythologie gehört unter anderem die Göttin „Pallas Athene“ (auch „Pallas Parthenos“, dt. die Jungfräuliche). Ihr, als Tochter des Zeus und Metis, standen die Attribute der Unermüdlichkeit und Unüberwindbarkeit zu. Darüber hinaus galt Athene als Schutzgöttin Athens, Göttin der Städte, des Krieges und der Weisheit und war Trägerin der Schirmherrschaften der Künste und Wissenschaften.